der lange Weg zum Skimara

Mit dem Skimara stand Mitte/Ende März das Highlight der Saison auf dem Plan.

Moment, das muss ich einschränken. Nicht, weil das Rennen kein Höhepunkt war, suchen vielmehr, weil die Saison bereits zuvor großartige Erlebnisse bereit hielt.

Seit der ersten Skitour zum Sustenhorn, bei der ich den Gipfel nicht erreichen konnte, bis zum Skimara war es ein langer Weg. Dieser war jedoch durch extrem gute Tourenerlebnisse gekennzeichnet.

Nach holprigem Start am Sustenhorn nahm ich am Arflina-Lauf teil. Trotz Schneemangel toll organisiert, angenehm durchgeführt und ein Erlebnis.

Nach der Weihnachtspause folgte Training am Flumserberg, von manchen wurde der immer gleiche Trainingseifer dort belächelt. Gleichwohl gelang immer wieder die Auflockerung, auf keinen Fall wollte ich wieder in das Motivationsloch fallen wie in 2014 durch die PDG-Manie. Somit war der Schneelauf eine willkommene Alternative.

Vereinzelte Touren im Skigebiet des Pizol brachten nur wenig Abwechslung, aber zumindest die Gewöhnung an die Strecke dort. So konnte ich beim Pizol Altiski auf vertrautem Untergrund starten. Gemeinsam mit Natalia lief das Rennen etwas weniger gut als erwartet. Nichtsdestotrotz eine zufriedenstellende Leistung auf dem Weg in Richtung Skimara. Das Rennen stand nach meiner Äußerung im Scherz bei unserem ersten Lauf im Herbst auf der Agenda. Persönlich habe ich bis zum Ausfüllen der Anmeldung nicht geglaubt, dass es unser Ernst war.

In der Zwischenzeit wurden die Tage länger, unsere Starts tendenziell später und die Touren umfangreicher. Wir trainierten bei miesem Wetter genauso wie bei Sonnenschein, was eine besondere Stimmung ins Training brachte.

Immer noch neu in der Schweiz war das große Fragezeichen vor der Saison das Finden von Trainingspartnern. Würden sich überhaupt eine Chancen ergeben? Heute kann ich in der Rückschau sagen: Ja, und was für welche. Alle Touren wurden extrem bereichert durch die großartigen Menschen, mit denen ich sie teilen durfte.

Mit dem Tödi als Tagestour gelang uns auf dem Weg zum Rennen eine besondere Tour, die mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zwischendurch hatte ich mit eiskalten Händen zu kämpfen. Da mir kalte Hände eigentlich geläufig sind, aber es sich diesmal so viel schlimmer anfühlte, blieb ich deutlich hinter der Gruppe zurück. Ich erreichte sie später bei einer Pause, merklich angefressen vom nicht-warten. Gleichwohl wollte ich nicht darauf verzichten, zum Gipfel zu gelangen. Wenn man von 3000hm bereits 2000 gemacht hat, dann dreht man nicht um. Insbesondere nicht, wenn die bis dahin zurückgelegte Strecke wenig Reiz für eine Wiederholung bietet.

Alles in allem musste ich zum Gipfel dann nochmal richtig beißen, die Höhe machte sich bemerkbar, jenseits der 3000m lief der Motor mit jedem Schritt stotternder. Zwei Koffein-Gel am Gipfel sicherten dann die Abfahrt.

Für den Skimara machte der zweite 3000hm Tag zwar Mut (einen hatte ich auf der Piste am Flumserberg gemacht, ja, vier mal rauf, es war sehr zäh), gleichzeitig wusste ich aber, dass ich der schwächere Part des Teams sein würde.

Mit dem Start um 4.00 Uhr begaben sowohl Natalia als auch ich uns auf Neuland. Zugegeben, man hätte es den Winter über ja auch mal trainieren können, aber mich hat das so wenig gereizt, dass diese Gewöhnung ausblieb.

Vom Start weg lief das Rennen für uns eigentlich gut, am Anfang waren noch 1-2 Gänge mehr drin. Durch den frühen Start kam ich dann ärgerlicherweise mit der Nahrungsaufnahme durcheinander. Die ersten zwei Stunden hatte ich kaum Appetit und konnte nicht richtig schlucken. Somit gab es viel zu wenig zu essen und irgendwann war der Tank dann recht leer. Glücklicherweise hatte ich nicht nur am Tödi bereits gelernt, dass ich auf Touren eine Art Comeback schaffen kann. Also blieb ich stur hinter Natalia, die genau das richtige Tempo anschlug, mir aber ohne Worte unmissverständlich klar machte, ich solle gefälligst dran bleiben.

Irgendwann kam dann die Luft zurück und wir gelangten zufriedenstellend ins Ziel. Für mich ein überraschend emotionaler Abschluss des Rennens.

Später sollte die Rangliste im Netz dann einen dritten Platz in unserer Altersklasse für uns angeben. Nicht zu schlecht, schade nur, dass wir die Siegerehrung ausgelassen hatten. Nach der Rückreise nach Zürich wurde für mich dann klar, dass mit dem Osterwochenende am Ortler das Ende des Skitourensaison erreicht sein würde. Der Bericht davon folgt separat.

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