Ankommen – laufend

Nachdem Chamonix hinter den Erwartungen zurück blieb, war die Hoffnung natürlich da, noch ein paar ordentliche Sachen in der neuen Schweizer Heimat zu machen. Nach dem Bike Sturz noch etwas zurückhaltend, ging es kurz aufs Rennrad. Wenn nur die Form besser gewesen wäre…

Natürlich befinden sich die Radwege in perfektem Zustand, sodass man relativ ungefährdet vom Verkehr trainieren kann. Sicher ist, dass das Panorama mich im Frühjahr vermehrt aufs Rad locken wird. Darüber hinaus hatte ich noch in Chamonix den Entschluss gefasst, wieder etwas mehr zu laufen. Da mir aber alleine sicher die Trainingsmotivation fehlen würde (und die Auswahl an Streckenvorschlägen begrenzt wäre), schloss ich mich einer sehr spannenden Gruppe an. Die Trail Maniacs lernte ich dann auch direkt bei einem Lauf-Wochenende im Pitztal kennen, was zu diesem grossartigen Photo führte:

Von der immer besser werdenden Form profitierte der Trainingseifer, ein selbst-nährender Zyklus begann. In erster Linie ergab sich mit dem Laufen auch die Möglichkeit, dem Zürcher Nebel zu entfliehen.

Aus der Gruppe heraus kam dann noch der Vorschlag, im Tessin zu laufen (als es im Norden besonders gruselig war). Hätte ich gewusst, auf was ich mich einliess, wäre meine Teilnahme schon mit einem grösseren Fragezeichen versehen gewesen. So aber liefen Natalia und ich knapp 30km von Ambri nach Andermatt.

Ein perfekter Herbsttag. Zweifelsohne. Ärgerlich war einzig die immense Blase, die ich mir unter der Hacke lief. Die folgenden Tage konnte ich dann nur mit Blasenpflaster laufen respektive trainieren (was überraschend schnell wieder ging).

Was etwas ausblieb war der Schnee, an einem längeren Tag am Pilatus hatte ich schon einen kleinen Vorgeschmack in Richtung des Gipfels.

Ende Oktober noch ein weiterer Schneekontakt, am Fusse des Eiger beim Wandern. Mit Axel und Michi wurde der Eiger Trail begangen. Schlussendlich kann man die Faszination weder in Worte packen, noch kann ein Photo die überwältigende Dimension der Wand abbilden. Zugegeben, es gab einen wahnsinnigen Anziehungsfaktor. Immer wieder sind Berge auf meiner „bucket list“ gelandet. Beim Eiger wäre es vermessen, schon beim Vorbeilaufen von einem Durchstieg zu fantasieren. Ich verzichte also an dieser Stelle auf weiteren Text, Foto und erst recht auf eine Absichtserklärung.

Nach ein paar Wochenenden mit moderatem Training daheim ging es dann endlich (ENDLICH) in den Schnee:

Vor lauter Übermut lief ich zu schnell los, bezahlte später mit einem leeren Tank und sah nach nur 900hm schon alt aus. Das angeschlagene Ego konnte zumindest etwas aufgepäppelt werden, als ich am nächsten Tag nochmals 900hm machen konnte, nur diesmal mit einer gewissen Leichtfüssigkeit.

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