Test – Camp Speed

Wie auch bei den Schuhen gibt es beim Helm eine klare Einteilung. Radhelme würde man nicht zum Klettern tragen, ebenso wenig einen Alpinhelm beim Radfahren. Aber es gibt nach meiner Zeit im Radsport ein paar Dinge, die ich immer erwarte. Ich würde mir einfach keinen schweren Helm aufsetzen. Genauso ist Belüftung ohne jede Diskussion zu erfüllen. Als Kern einer Kaufentscheidung werden die beiden Punkte vom Camp Speed erfüllt.

Den Camp Speed kann man darüber hinaus in mehreren alpinen Spielarten anwenden. In erster Linie ist es mein Skitourenhelm. Mit nur um die 210 Gramm ein echtes Leichtgewicht, während man dennoch in den Genuss einer Polycarbonat-Schale kommt (das Gewicht wird mitunter auch mit 238 Gramm angegeben). Im Falle des Sturzes sicher nicht verkehrt, vielmehr aber guter Schutz während des Transports.

Rennski Test

Die Polycarbonat-Schale lässt an manchen Stellen einen Blick auf den Innenleben (Polystyren) des Helmes zu, ein cooler Design-Effekt und logischerweise auch eine gewisse Gewichtsreduktion. Der Speed 2.0 hat dies nicht mehr, wiegt dafür auch etwas mehr.

Beim Skitourengehen trage ich grundsätzlich einen Helm (eigentlich immer in den Bergen, Wandern einmal ausgenommen).kein selfie

Da ist es dann ein Vorteil, wenn man nicht den ganzen Tag unnötiges Gewicht auf dem Kopf hat, der Helm gewissermaßen da ist, aber nicht bemerkt wird. Der Camp Speed erledigt das auf Skitour hervorragend. In der Regel trage ich eine dünne Mütze unter dem Helm, mittels Drehrad kann die Größe einfach und schnell dem Kopfumfang angepasst werden. Das ist, insbesondere wenn man den Helm mal mit Mütze, mal ohne trägt, für mich ein Muss. Der Kinnriemen hat darüber hinaus noch einen Schutz der angenehmen Komfort bietet. Hinsichtlich Komfort braucht es sonst keine größere Polsterung, der Trade-off zwischen Gewicht und notwendiger Polsterung (welche dann ja wiederum das Gewicht erhöht), wird optimal gespielt.

Beim Klettern verwende ich den Speed seltener, den Vorzug erhält in der Regel der Petzl Scirocco. Das liegt in erster Linie am vergleichsweise hohen Sitz des Camp Speed. Darüber hinaus rutscht er mir leicht ins Genick, wenn ich beispielsweise Seil aufnehme und dann hängen bleibe. Das mag an meiner Kopfform liegen, anderen kann es hier besser gehen.

IMG_20150627_094319

Hinsichtlich der Belüftung kommt der hohe Sitz natürlich wieder gelegen, insbesondere auf Skitour schätze ich das. Das oben erwähnte notwendige leichte Gewicht und kein Hitzestau machen den Helm für mich zur optimalen Wahl. Verglichen habe ich ihn in erster Linie vor der Entscheidung mit ähnlichen Helmen von Crazy und Dynafit, beide haben wichtige Punkte für mich nicht erfüllt.

Ärgerlicherweise kann man die Stirnlampe „Petzl Nao“ beim besten Willen nicht auf den Helm bringen (was auch beim Petzl Scirocco ein Problem darstellt, wo es völlig unverzeihlich ist). Mit der Einschränkung konnte ich bisher gut leben, andere Stirnlampen habe ich bislang noch nicht getestet.

Fazit:

Auf Skitour bekommt der Helm klar 5 von 5 Punkten. Der Griff zum Camp Speed ist vor einer Tour so sicher wie das Einpacken von Energieriegeln.

Beim Klettern würde ich 3 von 5 Punkten geben. Gewicht und Belüftung sprechen immer noch für den Helm, verglichen mit vielen anderen. Gleichzeitig macht mir eben der hohe Sitz zu schaffen und ich kann das mit einem anderen Helm besser lösen.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s