Test – CAMP Adrenaline Pants und G Comp Wind Power

Mit CAMP (ist eine italienische Marke in Deutschland erhältlich, die meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält. Selbst im Skitouren-Rennbereich ist der Fokus auf Dynafit und ähnlichen. Aber genau hier spielt CAMP die Stärke aus. Durchdachte Produkte zeigen den Mehrwert der Spezialisierung.

Leichtes Material hat immer den Anschein, es würde bei robustem Einsatz auseinanderfallen. Wir haben das einmal ausprobiert, das Material hat überlebt.

Die Adrenaline Pants (habe meine recht schlank gewählt, Grösse L bei 1,86 und knapp 74kg) bieten eine hervorragende Wärme-Leistung, während sie sich beim Aufstieg klein verpacken lassen (in der Gesässtasche). In Grösse M wiegt die Hose gemäss Hersteller 317g.

Für die Wärme sorgt eine Primaloft-Isolation, also ist es auch gut möglich, die Hose bei Nässe einzusetzen.

Der durchgehende Reissverschluss ermöglicht (logischerweise) das Anziehen, während Skistiefel und evtl auch Ski angezogen bleiben. Ich bin bei so etwas immer penibel, der YKK Reissverschluss funktioniert hier aber einwandfrei. Meiner Meinung nach ist nichts sinnloser, als ein mega-leichter Reissverschluss, der sich konsequent verhakt und damit mehr Zeit kostet, als sein Leichtgewicht spart.

Die Hose hat einen schmalen Kantenschutz an der Innenseite des Beins, man sollte schon aufpassen.

Foto 30.03.14 09 34 39Bewegungen in der Abfahrt werden super mitgegangen, an der Hüfte ist die Hose mit einer Art Powerstretch etwas flexibler, ebenso in der Innenseite der Oberschenkel.

Den schmalen Schnitt hatte ich erwähnt, es ist unbedingt sinnvoll, die Hose anzuprobieren, respektive von vornherein grösser zu wählen. Gleichzeitig passt es dann aber wie die Faust aufs Auge, weil diverse Bahnen einen körpernahen Schnitt vorwegnehmen. Die Nähte sind potentielle Kältebrücken, bislang hat es mich aber noch nicht gestört.

Alles in allem eine Hose, die genau tut, was sie soll und das sehr gut.

CAMP hat darüber hinaus unterschiedliche Handschuhe im Angebot. Mit der Ledergriffläche ist der G Comp Wind Power schon einer der robusteren Handschuhe, aber ich habe ihn extrem zu schätzen gelernt. Nicht zu warm, bei Wind aber durch die auf dem Handrücken platzierte „Folie“ immer noch ein perfekter Schutz. An der Scheinbergspitze mit Drahtseilen und leichter Blockkletterei am Gipfel konnte ich gut zupacken, während der Wind am Gipfel ausgesperrt werden konnte. Und das alles, ohne groß Handschuhe umzuziehen. In der Abfahrt habe ich dann die Outdoor Research Fäustlinge (aus Gore Paclite) übergezogen, was bei der Pulver/Waldabfahrt sinnvoll erschien.

Die Windfolie macht aus dem Fingerhandschuh dann einen Fäustling, für mich eine sinnvolle Sache, wenn es kälter wird.

Insgesamt mein Favorit fürs Skitourengehen, wenn ich Kletterei erwarte oder es zu kühl wird für die Langlaufhandschuhe.


 

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