2014 – eine Rückschau

Das Jahr begann mit der intensiven Vorbereitung auf die PDG, welche wir ja im November 2013 begonnen hatten. Im Nachhinein muss ich sagen: Nach zu kurzer Pause und Erholung vom Sommer, mit zu großer Ambition möglicherweise und definitiv mit der falschen Besetzung. Eine 3er Kombination von Leuten ist sicher nicht einfach herzustellen, aber gerade dies sollte dazu anhalten, eine von Anfang an perfekt passende Besetzung zu suchen und nicht darauf zu hoffen, dass es sich im Laufe der Zeit finden würde. Gleichzeitig muss auch bei einem großen Rennen die Vorbereitung und Training Spaß bedeuten. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird man kaum den Start erreichen.

Konkret begann das Jahr 2014 mit dem Silvesterlauf in Schliersee und anschließender Tour auf die Brecherspitz. Wenig später gelang mir mit einer 26km Runde zwischen Jägerkamp und Rotwand ein wirklich schöer Trainingslauf, bei alles andere als winterlichen Verhältnissen.

Ende März viel dann die Entscheidung, die PDG nicht anzugehen. Dies war in erster Linie zwei schwereren Erkältungen zuzuschreiben, mit denen Axel und ich jeweils zu kämpfen hatten. Am Taschachhaus (völlig überfüllt) präsentierten wir uns in derart desolater Form, dass von einem Start abgesehen wurde.

Keine drei Wochen später wurde Ostern also nicht mehr auf Ski verbracht, sondern am bereits warmen Fels in Schönhofen. Hier begann der längere Prozess, wieder den Spass am Bergsteigen und Training zu entwickeln.

Vom Sportklettern ging es ins nicht ganz so alpine Umfeld des Plankensteins. Dort konnten wir den Ostgrat entlangklettern, um zum Gipfel zu gelangen.

Während Fahrten in Richtung Fernpass kommt man nicht umhin, die Ehrwalder Sonnenspitze zu bestaunen. Ich hoffte auf hinreichend zurückgegangenen Schnee und absolvierte die Überschreitung via Coburger Hütte Ende Mai. Von Ehrwald eine sehr schöne Tour, die spannende Eindrücke erlaubt.

Eine Woche später ging es erneut auf das Taschachhaus, einen ausführlichen Report gibt es auch: Bericht Taschachwand.

 

Auch wenn wir jede einzelne Tour geniessen, sich immer wieder neue Herausforderungen ergeben und die Eindrücke ständig neue sind, dient ein Jahr doch in der Regel der Vorbereitung auf den Chamonix Aufenthalt. Das Montblanc-Gebiet hat seinen ganz eigenen Reiz. Nach den Touren des letzten Jahres (Montblanc Überschreitung) lag eine gewisse Spannung in der Luft. Die Taschachwand hatte auf der einen Seite Selbstvertrauen gegeben (zügige und sichere Absolvierung einer Wand, auch ohne Standplatzsicherung), auf der anderen Seite die Limits aufgezeigt (lange Touren in der Höhe). Nachdem das Wetter schlecht war, fuhr ich zunächst zu meinen Eltern. Seehöhe und anschliessender Aufenthalt in Chamonix sind eigentlich zwei völlig konträre Dinge, weshalb ich in der Regel die andere Reihenfolge bevorzuge. In jugendlichem Leichtsinn gelang es mir dann, aus dem elterlichen Birnbaum zu stürzen.

collageMan muss dazusagen, dass ein Ast brach. Andernfalls wäre ich wohl in der Lage gewesen, die klettertechnischen Schwierigkeiten zu meistern. Während des Falls sah ich mich schon mit Knochenbruch auf den Trip verzichten. Es ging aber zum Glück glimpflich aus (perfekt dokumentiert durch meinen Vater mit der offensichtlich schnellen Nikon V1).

Chamonix wird in diversen Einzelartikeln behandelt, hier nur ein paar ausgewählte Fotos:

Nach dem Urlaub versuchte ich abermals, wie schon in 2013, meine Form für einige Bergläufe zu verwenden. Dies führte bei weitem nicht zum gewünschten Erfolg, weshalb ich die Saison frühzeitig für beendet erklärte. Darüber hinaus fanden die Hallenkletter-Aktivitäten ein jähes Ende. 2015 wird nun spannend hinsichtlich der Zielsetzung. Mit einem der Palü-Pfeiler wird geliebäugelt, je nach Eisverhältnissen wird der Winter sicher den ein oder anderen Eisfall hergeben. Nebenbei eingestreute Skitouren-Rennen bringen dann die benötigte Laktat-Überdosis. Chamonix könnte in 2015 wiederum einige grosse Touren hergeben. Eines ist sicher: Es bleibt spannend.

 

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