Der verlorene Winter

Der Winter hat am Ende vermutlich nur den Krankenkassen genützt, weil weniger Rentner stürzten und sich die Hüfte brachen. Allen anderen dürfte es schwer gefallen sein, die Zeit von Mitte Oktober bis April gut über die Bühne zu bringen.

Der Handel (stationär sowie Internet) begab sich bereits im Januar in die Winterschlussverkauf-Preisschlacht während der gemeine Skifahrer ohnehin kaum Möglichkeit hatte, dass neue Gewand spazieren zu fahren. Dort, wo Schnee lag, tummelten sich die Massen, während all diejenigen, die mit einer gewissen Mobilität gesegnet waren, jenseits des Brenners ihr Glück suchten und fanden.

Unsere Vorbereitung auf die PDG begann im November, in den Gletscherskigebieten und dann in Hochfügen waren wir eigentlich nicht zu schlecht unterwegs.

 

Aber vielleicht begannen wir hier schon mit dem ersten Fehler, der sich erst später als solcher herausstellen sollte. Von Tag 1 an war ein hoher Fokus auf dem Rennen im Mai. Selbst als wir noch keine Startplätze hatten, war die PDG allgegenwärtig. Und damit auch ein immenser Druck und das konsequente Gefühl, zu wenig zu tun. Der berufliche Stress wurde dann um die Jahreswende auch nicht weniger und erhöhte sich konstant.

Die Touren auf der anderen Seite bedingten immer wieder weite Anreisen, die Rennen in Bayern und Tirol entfielen fast vollständig. Den Frust ertränkte ich dann kurz vor Weihnachten im Spinnradl, nur um am nächsten Morgen auf den Tag mit einem Brecherspitz-Lauf zu beginnen (nachdem mir der Abend nochmal durch den Kopf gegangen war, lief es dann recht ordentlich).

Berglauf im Dezember ist sicher nicht, was normalerweise sein sollte. Silvester wiederholten Axel und ich, diesmal nüchtern, den Berglauf und konnten das neue Jahr am Gipfel begrüßen (nach einem recht ordentlichen Silvesterlauf in Schliersee).

Alles in allem schienen wir auf Kurs. Doch dann ging es rapide bergab. Zwei längere Krankheiten warfen sowohl Axel als auch mich zurück. Gleichzeitig brachen die schwelenden Konflikte in unserer 3er Seilschaft für die PDG zunehmend auf. Anfang März beendete diese dann ihre Existenz. Wir kämpften um die Teilnahme an der PDG, wenngleich auf verlorenem Posten.

Die beiden Rennen, die mir überhaupt nur gelangen, beendete ich auch nach eigenen Maßstäben nicht mit dem erwünschten Ergebnis (Jennerstier ist hier kommentiert). Der Zugspitz Tourenlauf fand bei frühsommerlichen Temperaturen statt. An dieser Stelle nochmal Respekt und aufrichtigen Dank an die ÖAV Sektion Ehrwald für die großartige Organisation und Durchführung des Rennens trotz der Schnee- und Witterungslage!

Bilder von Jennerstier.de.

Es drohte aber schlussendlich der Spaß am Bergsport auf der Strecke zu bleiben, was dann nur durch eine Zäsur aufzuhalten war. Die Abkehr vom Wettkampf und den leistungsorientierten Gedanken führte beinahe instantan zu Besserung. Zumindest erlaubte es einige ruhige Touren und mir das Wiederentdecken meiner Kletter-Affinität.

Wir nutzten dennoch die Chance, unser Material zu testen und werden das im kommenden Winter fortsetzen (mit entsprechenden Artikeln). Kaputt gekriegt haben wir (bisher) nichts, was ein gutes Zeichen ist.

Foto 30.03

Somit bleibt es jetzt bei der Hoffnung, dass es im Sommer besser wird und der nächste Winter schneereicher wird…

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