Tour – Fineilspitze

Die Fineilspitze zu erreichen war zwei Dingen geschuldet. Zum einen der Tatsache, dass wir im Winter nicht da waren. Das war anders geplant, funktionierte aber nicht wie angedacht. Zum anderen lag es an dem Bericht bei ulligunde, der sich einfach zu gut las, um nicht selber einmal hinzugehen.

Man kann den Berg von zwei Seiten gut erreichen. Über die Martin-Busch- oder die Similaunhütte auf der einen Seite und über das Hochjochhospiz auf der anderen. Axel und ich wählten für diese Tour letztere. Die Seite hat mehr Gletscherkontakt, den wir haben wollten, bevor wir uns nach Chamonix aufmachen würden. Eine Überschreitung wäre sicher spannend gewesen, aber wir ließen Material unterhalb des Hospiz zurück, mussten also den Anstiegsweg auch wieder zurück.

Ebenfalls in Vorbereitung für Chamonix brachen wir bereits um 4.00 Uhr auf. Das lag zu einem Teil auch daran, dass ich abends wieder in München sein musste (je früher, desto besser). Dank gut markierter und einfach gangbarer Wege machten wir zügig Strecke und tragen zur Dämmerung auf den Gletscher. Dieser war nur mäßig geneigt und erschien insgesamt vergleichsweise zahm. Am ??? entledigten wir uns der Steigeisen und begannen, den Felsgrat zum Gipfel zu klettern. Dieser ließ hervorragend klettern und war recht kompakt. Ohne Probleme erreichten wir den Gipfel gegen ???.

Im Abstieg ließen wir dann noch einmal richtig Geschwindigkeitsrausch aufkommen, wenngleich wir in der Mittagssonne lieber eine länger Pause im Schatten gemacht hätten.

Am Parkplatz, den wir etwas über 24h nach Aufbruch wieder erreichten, waren wir beinahe überrascht, wie gut der Tag verlaufen war. Die mit PD/WS bewertete Tour ließ uns überall hinreichend Sicherheitsreserven. Wir waren sicher am Gletscher unterwegs und konnten die Schwierigkeiten am Grat gut seilfrei klettern. Zugegeben, die Routenfindung war kein Problem, aber diesen Vorteil setzten wir nahtlos in Vortrieb um. Der frühe Aufbruch beflügelte zumindest mich den Tag über, war es doch die Möglichkeit, vor allen anderen den Gipfel zu erreichen.

Wo wäre Potential gewesen? – Noch weniger Material. Mit der Gewichtsreduktion und damit der Chance, schneller zu sein, wären wir an dem Tag (bei perfekter Wetterprognose) kein unvertretbares Risiko eingegangen. Die größten Punkte beim Gewicht waren sicher die Schuhe und Steigeisen. Das wurde mittlerweile schon abgeändert und wir sind hier nun deutlich anders ausgerüstet. Es wird sich zeigen, inwieweit unsere Hoffnung auf mehr Geschwindigkeit sich einstellt.

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2 Gedanken zu “Tour – Fineilspitze

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