2012 – was andere denken

Ein weiterer Post von Thought Catalog.

Diesmal geht es um die Reaktion auf die Tatsache, dass die Welt untergeht. Im Grunde sehr ähnlich zu dem Post „Rückwärtsinduktion“ etwas weiter unten. Der Autor setzt sich (vermutlich nicht ganz ernst) damit auseinander, was es bedeutet, bald draufzugehen. Die Ironie übersehe ich einmal bewusst, um die Handlungsanleitung philosophisch zu durchdenken.

Strellson hat irgendwann in 2003 einmal mit einem tibetischen Spruch geworben: „Wir Buddhisten gehen respektvoll mit der Welt um, weil wir nach dem Tod noch darin leben müssen.“ (Indra Khanai) Das ist schließlich die vermutlich intelligenteste Herangehensweise an so einen Weltuntergang. Würde man sofort alle Moral, Bedenken und Zukunftsüberlegungen über Bord werfen, ließe sich der Rest der Tage dann noch genießen? Denn das würden ja vermutlich auch alle Menschen um uns herum ebenso tun. Kants kategorischen Imperativ zu zitieren erspare ich mir und dem geneigten Leser. Ich bin der Überzeugung, dass unethisches Handeln auch dann keine gute Idee ist, wenn es ein paar Tage später ohnehin aus ist. Das basiert in erster Linie auf der Lektüre des Buches „Tu, was du willst“ von Fernando Savater (Amazon-Link).

Was man in die Welt gibt, tut man in gewisser Weise sich selbst auch an.

Das angstlosere Leben, dass im Thought Catalog-Post darüber hinaus propagiert wird, stelle ich mir jedoch sehr lohnend vor. Vermutlich jedem von uns ist es schon einmal, oder gar mehrfach, so ergangen: Die Gedanken und Ängste stellten sich im Nachgang als übertrieben heraus. Was das also betrifft, bin ich voll und ganz der Meinung des Autors. Sobald man Menschen ihre Sorgen nimmt, lässt sich eine ganz andere Art und Weise des Erlebens bewerkstelligen.

Sowas wird nicht zwangsläufig durch einen nahenden Weltuntergang erledigt, jedoch kann dieser die Gedanken in ein anderes Licht rücken. Wenn nun alles den bach runtergeht, warum sollte man sich dann noch darum sorgen, wie man eine Frau in der Bar anspricht (ich bedauere das Beispiel, aber es scheint, als ginge es im Leben hauptsächlich darum, Frauen in Bars anzusprechen).

Nun also, 2012 weniger Zukunftsängste, mehr leben!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s