Rückwärtsinduktion

In der Spieltheorie, als Teil der Ökonomie, gibt es das Konzept der Rückwärtsinduktion.

Damit ist schlichtweg die Lösung eines vielschichtigen Problems vom Ende aus gemeint. So wie man ein Labyrinth-Rätsel auch lösen kann, wenn man den Bleistift vom Ende kommend zum Start fahren lässt. In ökonomischen Fragestellungen hillft die Lösung der letzten Stufe dabei, abzuleiten, wie auf der ersten Stufe entschieden werden müsste. Zum Beispiel: Kann man in der zweiten (oder letzten) Periode eines Spiels eine Option nur wählen, weil man bereits zu Beginn einen bestimmten Zug gemacht hat, muss dieser Zug eben auch genau so gemacht werden.

Wiederholt sich nun eine Entscheidungssituation (und hier wird der Bogen zu diesem Blog geschlagen) viele Male, ohne die eigentlich Fragestellung zu variieren, lässt sich die Rückwärtsinduktion zur Lösung heranziehen. Nimmt man nun nämlich an, alles käme zu einem Ende, dann muss die Überlegung nur sein: „Was mache ich am letzten Tag?“ Wenn  jede Planung für die Zukunft obsolet ist, was tut man?

(Fälschlicherweise) angenommen, die Welt ginge am 21. Dezember 2012 unter, wiederholt sich bis dahin der Tag viele Male. Aber dennoch kann man die Entscheidung für den 20. Dezember 2012 vorziehen. Und heute bereits treffen. Muss dann aber konsequenterweise daraus die Handlungen für alle Tage davor ableiten. Faszinierend ist es schon, sich einen konkreten Tag des Untergangs vorzustellen, schließlich ist das Konzept „Sterblichkeit“ sonst nur schwer zu fassen.

Für mich entwickelt sich daraus zum Einen dieses Blog (der unnötigerere Teil der Lösung), zum Anderen die Notwendigkeit der sinnvollen Gestaltung des Jahres.

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